Mahnmal „Verlassene Kinderzimmer“
Dieses Mahnmal ist Teil einer öffentlichen Aktion, die auf ein oft übersehenes gesellschaftliches Thema aufmerksam machen möchte: die Entfremdung zwischen Kindern und einem Elternteil.
Für diese Aktion werden Plüschtiere als symbolische Stellvertreter für Kinder verwendet. Sie stehen für Kinder, die in familiären Konflikten oder Trennungssituationen den Kontakt zu einem Elternteil verlieren oder nur noch eingeschränkt erleben können. Viele dieser Situationen bleiben im Alltag unsichtbar – genau darauf soll dieses Mahnmal aufmerksam machen.
Jedes Plüschtier trägt ein kleines Schild um den Hals. Auf diesen Schildern stehen kurze Worte oder Botschaften, zum Beispiel „#entfremdet“, „Warum?“, „Wo bist du?“ oder ähnliche Gedanken. Diese Worte sollen keine Schuldzuweisungen sein, sondern Fragen und Gefühle sichtbar machen, die viele betroffene Kinder und Familien beschäftigen.
Die Plüschtiere werden bewusst an öffentlichen Orten aufgestellt, etwa auf einer Parkbank, einer Treppe, einer Wiese oder einem Platz. Zusammen bilden sie ein stilles, symbolisches „verlassenes Kinderzimmer“ im öffentlichen Raum. Ein Ort, der normalerweise mit Leben, Spiel und Begegnung verbunden ist, wird für einen Moment zu einem Ort des Nachdenkens.
Dieses Mahnmal möchte Menschen dazu einladen, innezuhalten, hinzusehen und über das Thema Eltern-Kind-Entfremdung nachzudenken. Es soll sichtbar machen, dass hinter diesem Thema echte Kinder, echte Beziehungen und oft auch viel Schmerz stehen.
Neben der Installation befindet sich dieses Informationsschild. Es erklärt kurz den Hintergrund der Aktion und weist darauf hin, dass es sich um ein symbolisches Mahnmal handelt. Gleichzeitig bitten wir alle Passantinnen und Passanten freundlich, die Installation stehen zu lassen, damit möglichst viele Menschen die Möglichkeit haben, sie wahrzunehmen und sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Um die Aktion zu dokumentieren, wird jede Installation fotografiert. Die Bilder werden anschließend in sozialen Netzwerken und innerhalb der Aktionsgemeinschaft geteilt. Auf diese Weise entsteht eine Sammlung von Mahnmalen aus verschiedenen Städten und Orten.
Das Ziel dieser Aktion ist es, dass viele Menschen an unterschiedlichen Orten gleichzeitig teilnehmen. Wenn in vielen Städten kleine symbolische Mahnmale entstehen, entsteht daraus eine gemeinsame Botschaft:
Dass dieses Thema existiert.
Dass viele Familien davon betroffen sind.
Und dass Kinder, deren Beziehungen zu einem Elternteil verloren gehen, nicht übersehen werden dürfen.
Vielen Dank, dass Sie sich einen Moment Zeit nehmen, dieses Mahnmal wahrzunehmen.

