Kontaktabbrüche zwischen Kindern und wichtigen Bezugspersonen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Diese Website kann keinen Einzelfall beurteilen und ersetzt keine rechtliche, medizinische oder psychologische Beratung. Sie bietet Orientierung, erklärt die Haltung der Initiative und verweist auf geeignete Hilfen.
Was Betroffene wissen sollten
- Ein Kontaktabbruch ist zunächst eine Situation, keine fertige Diagnose.
- Schutzbehauptungen und Hinweise auf Gewalt müssen ernst genommen und fachlich geprüft werden.
- Auch mögliche Beeinflussung, Loyalitätskonflikte und institutionelle Verzögerungen dürfen nicht vorschnell ausgeschlossen werden.
- Das Kind darf nicht zum Boten, Beweismittel oder Vermittler zwischen Erwachsenen gemacht werden.
- Frühe fachliche Unterstützung kann helfen, Eskalation und dauerhafte Verhärtung zu vermeiden.
Hilfebereiche
- Akute Gefahr und Kinderschutz
- Beratung für Kinder und Jugendliche
- Erziehungs- und Familienberatung
- Rechtsberatung und Verfahrenshilfe
- Psychologische und therapeutische Unterstützung
- Unterstützung bei häuslicher oder sexualisierter Gewalt
- Hilfen für Eltern und andere Bezugspersonen
Fachliche Einordnung des Begriffs
Die Weltgesundheitsorganisation hat „parental alienation“ nicht als eigenständigen medizinischen Begriff in die ICD-11 aufgenommen. Die Initiative verwendet „Eltern-Kind-Entfremdung“ daher ausschließlich beschreibend und nicht als Diagnose. Entscheidend bleibt die individuelle Prüfung der Beziehung, der Ursachen und des Schutzbedarfs.
